Dienstag, 11. März 2008

Frühling in Istanbul

Mittlerweile hat der Winter hier längst aufgehört. Glücklicherweise ist der Winter in Istanbul nicht so hartnäckig wie in Deutschland. Es gab schon Tage, da waren es 20°C und ich habe mit zwei Freunden einen Ausflug auf die asiatische Seite gemacht. Kilometerlang sind wir an der Promenade entlanggelaufen und haben das schöne Wetter genossen.
Auch hatte ich schon wieder Besuch hier. Mein Bruder Jens und seine Freundin Ute waren eine Woche hier und ich habe gelebt wie die Made im Speck :) wir haben uns sehr viel angeschaut, viel geredet und uns auch die Zeit genommen, einfach mal relaxed einen Kaffee in der Sonne am Bosporus zu trinken - es war eine super schöne Zeit. Und das Wetter hat auch gut mitgespielt. Wir haben uns sogar Sachen angeschaut, die ich noch gar nicht kannte, wie z.B. das Mosaikmuseum. Und wir waren in einer Gegend von Istanbul, die man alleine und ab dem Abend sowieso dringlichst meiden sollte. Im Kontrast dagegen waren wir in einem Einkaufzentrum, wo man besser nur window-shopping machen sollte, weil es einfach alles unbezahlbar ist. Wie zu erwarten waren wir auch in der Hagia Sophia, für mich zum x. Male, und da ich nächste Woche von der lieben Nicole Besuch bekomme, wird es noch einmal mehr werden *lach*
Ich freue mich schon riesig auf sie, habe bis dahin aber auch noch sehr viel zu tun. In zwei Wochen muss ich denn endlich mein Referat halten - auf Türkisch natürlich (ich hatte gehofft, ich käme drum herum...), aber gut, was muss, das muss. Und die Magisterarbeit ist eh ein Fass ohne Boden, je mehr ich dafür arbeite, desto mehr Möglichkeiten, Literatur, Vergleichsstücke, Fragen... ergeben sich.
Die restlichen vier Monate erwarte ich mit Spannung und Wehmut. Ich denke, das wird seit langem mal wieder der sonnigste, heißeste und längste Sommer und ich weiß jetzt schon, dass ich Istanbul vermissen werde. Aber vorerst werde ich es hier einfach nur genießen.




Sultan Ahmet Camii (links) und Hagia Sophia (rechts) vom Boot Richtung asiatische Seite aus gesehen


Vero und Felix an der Uferpromenade in Kadıköy


Jens und Ute in der Hagia Sophia


zwei wunderschöne, sehr gut erhaltene Mosaike

Montag, 18. Februar 2008

...noch mehr Schnee...

Da es heute Nacht noch einmal 20cm geschneit hat, gibts die aktuellen Bilder. Dafür bin ich durch tiefen Schnee gestapft, und ekeligen Matsch - ich zeige hier natürlich nur die schönen Schneebilder, aber leider wird der Großteil des Schnees zu dreckigem, klebrigem Matsch - was wiederum zeigt, wie schmutzig diese Stadt wirklich ist.


Hagia Sophia mit Park

Sultan Ahmet Camii mit Park

Sonntag, 17. Februar 2008

Schnee in Istanbul

Unglaublich, seit zwei Tagen schneit es in Istanbul, und zwar ordentlich!!
Hier Beweisfotos, vom unruhigen Bosporus, über den der Wind peitscht, von einer verschneiten Hauptstraße und von mir im Schnee!!


Montag, 11. Februar 2008

Türkei Reise

Soo, jetzt bin ich wieder zu Hause, zurück in Istanbul und es gibt einen laaangen Bericht über meine super tolle Reise, die wirklich alles beinhaltet, Wetterschwankungen, verfahren, Sommer und Schnee, Antike und Naturwunder!!
Als erstes ging es nach Ankara! Wenn man schon in der Türkei lebt, sollte man die Hauptstadt auch gesehen haben. Aber insgeheim bleibt wohl Istanbul für alle die eigentliche Haupstadt. Ankara ist bei weitem nicht so überfüllt, anstrengend und interessant wie Istanbul. Natürlich haben wir uns auch das Atatürk-Denkmal angeschaut, was wirklich durch die Größe, fast schon einem griechischen Heiligtum ähnelnd, beeindruckt.


Weiter ging es dann nach Kappadokien, wo wir durch 20cm Schnee gestapft sind. Die Landschaft von Kappadokien ist einfach atemberaubend. Man weiß gar nicht, wo man zuerst Fotos machen soll. Nicole brachte es schön auf den Punkt: ich bin einfach überfordert!! Was soll ich nur zuerst fotografieren??? Wir haben zwei Tagestouren mitgemacht und haben die wichtigsten Ecken gesehen. Ich habe mich auch nochmal bei unserem Leiter vergewissert: es ist alles natürlich entstanden. Bitte schaut selbst, die Bilder sprechen für sich!!





Tja, und nach zwei Tagen großartigen Impressionen, Schnee und frieren sollte es dann eigentlich nach Konya gehen. Dort wollte ich mir Catal Höyük anschauen, eine neolithische Stätte, aus dem 5.Jahrtausend vor Christus. Wir haben uns dann dummerweise auf einen netten, aber unfähigen Mann verlassen. Er wußte, wo wir hin wollten, hat uns aber in einen Bus gesetzt, der in die entgegengesetzte Richtung fuhr, so dass wir wieder zurück nach Ankara mußten, Konya ganz vergessen konnten, um pünktlich in Antalya zu sein, weil wir dort mit einer Freundin verabredet waren, die schon zwei Wochen durch Syrien gereist war. Alos weiter mit dem Nachtbus 8h bis nach Antalya.
warten auf den Nachtbus Ankara - Antalya

Als wir in Antalya ankamen, empfing uns ein warmes Klima. Wunderschön. Wir ließen es uns natürlich nicht nehmen, ein paar Stunden am Strand zu verbringen.


Danach ging es für mich natürlich ins archäologische Museum und letztendlich noch nach Perge. Mein Prof gräbt dort und leider war ich viel zu spät dran. Nach Bitteln und Betteln bei dem Aufseher und der Erwähnung des Namens meines Profs (erstaunlich, was ich schon alles auf Türkisch sagen kann...) ließ er mich noch rein und ich konnte noch ein paar Fotos machen und etwas Antike schnuppern.


Am nächsten Tag ging es gleich weiter nach Pamukkale. Sowohl die "Baumwollberge" als auch das zufällig in der Nähe liegende Hierapolis machten auch diesen Teil der Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis. Zum Glück war es hier nur kalt. Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen, mit nackten Füßen durch die warmen Quellen zu laufen. Trotz der knappen Zeit konntan wir uns unglaublich viel ansehen und das alles verstärkt nur meinen Wunsch noch viel mehr in der Türkei zu reisen.


Theater, Tempelchen und Thermen

Nach diesem Leckerbissen ging es dann zu dem (wahrscheinlich nur für mich) Höhepunkt der gesamten Reise! Ephesos!!! Leider waren wir auch hier duch falsche Angaben ungefähr zwei Stunden zu spät, aber es reichte, noch durch Ephesos zu laufen. Auch strömender Regen hielt mich nicht davon ab!


die Prachtstraße, die berühmte Celsus-Bibliothek und das Theater
Am abend ging es dann wieder zurück nach Istanbul. Nach 10 Stunden Busfahrt kamen wir müde, aber zufrieden an und mußten erstmal ein paar Stunden schlafen. Aber eins weiß ich sicher: ich werde dieses wunderbare Land noch sehr oft bereisen!!!

Samstag, 19. Januar 2008

Ortaköy

Heute bin ich in einen nahe meinem neuen Zuhause gelegenen Stadtteil von Istanbul gelaufen: Ortaköy. Direkt am Bosporus, an der Bosporus-Brücke, liegt die Büyük Mecidiye Camii, eine kleine Moschee mit einer besonderen Ausstrahlung. Glücklicherweise war das Wetter wunderschön (Sonne, 10°C), so dass ich den Ausflug als kleinen urlaub genießen konnte.